Sind 32 Spieler zuviel für einen Server?

Dutzende von Bugs und Menschen kämpfen gegeneinander.

Natural Selection 1 war für 6 gegen 6 Teams ausgelegt und wurde auf Public-Servern bis 16 gegen 16 gespielt. Dies hat wegen des starren Ressourcen-Systems dazu geführt, dass die Aliens mit jedem weiteren Spieler im Team länger auf den zweiten Hive und den ersten Fade warten mussten und gegen ein diszipliniertes Marine-Team mit gutem Commander keine Chance hatten. In Natural Selection 2 sollen die Schlachten dank eines dynamischen Ressourcen-Systems und intelligenter Karten auch mit mehr Spielern Spaß machen. Doch es stellt sich die Frage: Sind große Teams wirklich besser?

Was spricht gegen große Teams?

Es gibt viele Gründe, die für kleine Teams wie in NS1 sprechen:

1. Kleinere Karten mit mehr Individualität

Kleine Maps haben viele Vorteile. Die Entwicklungszeit pro Map ist geringer, was zu mehr Maps führen dürfte. Außerdem wird es bei einer großen Map schwierig viele einzigartige Locations zu schaffen und sobald Elemente anfangen sich zu wiederholen werden die Maps nicht mehr einprägsam und neue Spieler brauchen mehr Zeit um eine Karte wirklich kennen zulernen.

Auch die Kommunikation innerhalb des Teams würde durch große Maps stark erschwert werden. Selbst wenn die Ortsbezeichnungen mal nicht sitzen, ist auf Maps wie Veil oder Eclipse eigentlich immer klar welche Siege-Posi, welcher Gang oder welcher Schacht gerade gemeint ist. Auf deutlich größeren Karten wäre dem nicht mehr so.

2. Besseres Balancing

Die wichtigste Aufgabe für ein Computerspiel, das zwei vollkommen verschiedene Rassen im Multiplayer gegeneinander antreten lässt, besteht darin, für ein gutes Balancing zu sorgen. Doch nicht nur die Vielfalt an Waffen, Forschungen und Lebensformen will berücksichtigt werden. Auch eine höhere Zahl an Spielern erschwart ein ausbalanciertes Spiel, da schon kleine Ungleichgewichte mit steigender Spielerzahl stärker abused werden können.

3. Einfacheres Commanding

Der Job des Commanders ist kein dankbarer und in NS2 werden ihn, dank des Aliencommanders, doppelt so viele Teilnehmer einer Runde übernehmen müssen. Ich vermute jeder wird nachvollziehen können, dass diese Aufgabe nicht einfacher wird, wenn sich die Anzahl der zu kontrollierenden Spieler verdoppelt bis verdreifacht.

4. Bessere Performance

Egal wie hardware-schonend die Engine sein wird, bei 32 Spielern gleichzeitig steigt sowohl die Belastung des Servers, als auch die jedes Clients. Da kann bei parallel betriebenem Teamspeak 2 auch ganz schnell die eigene Leitung zum Flaschenhals beim Zocken werden.

5. Mehr Server

Die Serverliste für Natural Selection aus Steam.Weniger Spieler pro Server und geringere Last pro Server (und somit ein geringerer Preis pro Server) sollten dazu führen, dass es mehr Server gibt. Neben der gesteigerten Wahrscheinlichkeit für jeden Spieler einen Server mit guter Ping zu finden, resultiert hieraus auch eine größere Vielfalt von LUA-modifizierten Servern. Gerade in dieser Vielfalt wird eine der Stärken von NS2 liegen.

6.  Bessere Kommunikation

Ich will mir gar nicht vorstellen, zu versuchen 15 Mitspieler gleichzeitig  im Chat, geschweigeden über Voice, zu verstehen.

7. Mehr organisierte Spiele

Das Logo der Electronic Sports League.Je kleiner die Teams sein müssen, desto einfacher ist es einen Clan zu starten und an einer Liga teilzunehmen. Auch geschlossene Spiele unter Freunden oder Gathers lassen sich einfacher realisieren. Auch wer nicht vor hat competitive zu spielen darf nicht vergessen, dass ein Spiel ohne competitive Szene nicht lange am Leben bleiben kann. Denn sie bringt nicht nur ihre Ideen in die Weiterentwicklung des Spiels ein, sie sorgt auch für mediale Aufmerksamkeit und lockt kontinuierlich neue Spieler an.

8. Leichteres Server füllen

Logisch: Je weniger Spieler benötigt werden, desto einfach hat man es, den Server auf spielbares Niveau zu füllen.

9. Mehr Konkurrenz

Es gibt schon mehrere etablierte RTS/FPS Spiele für Massenschlachten wie Battlefield oder Enemy Territory. Diese verfügen über eine größere Fanbase und größere Marketingbudgets. Sich mit ihnen zu messen dürfte für Unknown Worlds nicht leicht werden.

10. Spieler lernen schneller

Auf kleinen Servern ist jeder Spieler ein wichtiger Teil des Teams und wird von seinen Kameraden gezwungen schnell zu lernen.

Was spricht für große Teams?

Doch auch große Teams können ihre Vorteile haben:

1. Individuelle Performance zählt weniger

Dieses Argument ist ein Dorn im Auge jedes competitive Spielers doch auf einem Public ist es durchaus angebracht. Wenn die individuelle Leistung jedes einzelnen Spielers weniger wichtig wird, dann kann ein schlechter Spieler das Spiel für sein Team nicht so leicht ruinieren. Wenn in NS1 ein Marine Mist baut verliert das Team 20% seiner Schlagkraft. Bei 16er Teams wären es unter 7%.

2. Server bleiben länger voll

Wenn nach einer Runde 4 von 12 Spielern quitten ist die nächste Runde unspielbar (und es quitten noch mehr). Bei größeren Servern kommt dieses Problem sehr selten vor.

Unser Wunsch?

Ideal wäre es, wenn das dynamische Ressourcen-System so gut skaliert, dass sowohl kleine als auch große Teams unter fairen Bedingungen gegeneinander antreten können. Wie denkt ihr darüber? Wollt ihr lieber 6vs6 oder 16vs16? Welcher Modus ist wichtiger für die Spieler und auf welchen können sie eher verzichten?

Bilderquellen:

Idee von Are Smaller Teams Better? (Sirot)

9 Gedanken zu “Sind 32 Spieler zuviel für einen Server?

  1. Also ich fänd die möglichtkeit mit großen als auch mal mit kleinen Teams zu spielen am besten.
    Jeder sucht sich halt das was ER möchte.

    Und wer will kann ja dann combat zocken ;)

  2. „6. Bessere Kommunikation

    Ich will mir gar nicht vorstellen, zu versuchen 15 Mitspieler gleichzeitig im Chat, geschweigeden über Voice, zu verstehen.“

    War bei NS1 nie ein Problem, vor allem deshalb, weil nie im Leben JEDER Voice benutzt. Zumindest habe ich das nie erlebt.

    Ich find, dass es auf jeden Fall in NS2 größere Teams geben sollte. Auf veil oder eclipse ist ein 6on6 ja ne feine Sache, aber ich glaube nicht, dass in NS2 die meisten Maps so klein bleiben werden. Die Mapper haben die Möglichkeiten viel leichter größere Maps zu bauen ohne andauernd auf die Performance zu achten und werdens auch deshalb tun. Und ich war schon immer ein Fan von großen Maps wie metal und Co.
    Könnte mich sehr mit 9vs9 bis 14vs14 anfreunden (auch wenns komisch Zahlen sind).

  3. Achso,heute ist es lame/noobig wenn off. chamber an den richtigen Stellen gebaut werden,um den 1000ten standart Angriff der rines zu Blocken. Tut man dies,sind Sprüche die unter der Gürtellinie gehen sicher.

    Es hat sich viel verändert,nicht nur das Spiel sondern die Einstellung der Spieler im game. Leider zum negativen…

    Nicht wie damals als jeder nur spielen wollte,keiner kam auf die idee nach ernstahften taktiken zu suchen. Es wurde einfach nur gespielt mehr nicht.

    Heute muss alles sehr genau unter die Lupe genommen werden,ist das Spiel Liga tauglich? ist das nicht imba wenn…? scheiss netcode.. usw usw….

    Wenn ich sehe wie Ausreden herbei gezogen werden warum man diese runde nicht gewinnen kann(stack),von spielern die es echt besser wissen sollten. Ein teamplay im alien team,das einem kotzübel wird!

    Vorbei die Zeiten,als noobs noch durch normales teamplay,Powerzocker die Stirn geboten haben.

  4. 32mann,10mann,12mann egal wieviele slots der server hat,ich weiß nur eins,stimmt die motivation der spieler nicht macht es auf keinen server spass,egal wieviel slots er letztendlich hat.

    ich sag nur 1.04,24h 7tage in der woche volle server. warum wohl? ;D

  5. sehe ich anders, ich finde spiele mit weniger spielern …bis ca. 10vs10 deutlich spaßiger. Man hat viel mehr Spielraum etwas taktisch aufzubauen ..da nicht dauernd aus zufall ein generischer spieler vorbeikommt und den plan zunichte macht. Um die Map zu kontrollieren ist somit auch eine gute absprache zwischen den spielern notwendig.. prima!

    Mit vielen Leuten spiele ich auch gerne aber wenn cih wählen müsste auf jeden fall kleine teams.
    Beide Varianten spielen zu können wäre natürlich optimal.

  6. Schliesse mich „D!ssy aka Xenomorph“ an, ich mag es einfach wenn auf der Karte viel gewussel ist und der Comm viel zu brüllen hat :)

    Ich vertraue einfach darauf das die von UWE das mit der Balance hin bekommen!

  7. Also ich finde große Teams besser. Ohne jetzt irgendwelche Argumente oder Rechtfertigungen wegen der Serverlast, Balance etc etc zu bringen. Aus einem einfachen Grund: es macht einfach Spass im großen Team. Darum gehts mir in einem Spiel. Es ist schon ne Riesen Gaudi mit einem Schwarm von Aliens zu spielen oder mit vielen Marines gleichzeitig einen Hive zu rushen. 32 Spieler auf dem Server sind schon ok.
    Hauptsache das Teamplay stimmt (und das hat mit der Größe des Teams wenig zu tun, weil die Teamfähigkeit der Spieler nicht von ihrer Anzahl abhängt), dann ist es nicht von Nachteil in einem großen Team/großen Server zu spielen.

  8. also ich finde 15 gegen 15 fast ausreichend. Man sollte dann eher ein paar „special“ maps machen, s.B. siege, co (xD) oder andere funmaps wo man dann mit bis zu 16 spielern pro team spielt. Im pcw könnte man vielleicht auf 7vs7 erhöhen ( da aliens ja jetzt auch nen comm haben evt.)

  9. Ich denke es sollte wie in BF2 sein, sprich es gibt eine große Karte, wenn viele Spieler auf dem Server sind.
    Sind es weniger, wird das Level automatisch verkleinert, so sind einige Durchgänge mit Türen verschlossen oder so ähnlich.
    Also ich finde es gerade gut, wenn es viele Spieler gibt.
    6 vs 6?
    Also 5 Spieler gegen 6?
    Finde ich jetzt extrem wenig, sagen wir 3 Gorges und 3 Skulks, das kann nicht gut gehen.
    Ich denke, es sollte einfach beides geben, nur eins von beiden wäre sehr mies und langweilig.

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